Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes e.V.
Sandro Boy, Arko III, Special Ed, Sterntaler-Unicef, Escapado ... – vierbeinige Spitzensportler, die Leistungsvermögen, Leistungswille, Schönheit und Eleganz des Oldenburger Pferdes eindrucksvoll belegen. Die Erfolgsgeschichte der Oldenburger Zucht beginnt im 16. Jahrhundert. Graf Anton Günther von Oldenburg (1583-1667) sorgte für eine erste Blüte. Mit dem Hause derer von Oldenburg teilt der Oldenburger Verband seine Farben Blau-Rot. Die enge Verbindung zwischen den Oldenburger Grafen, der Stadt Oldenburg, dem Landstrich Oldenburger-Münsterland und dem Oldenburger Pferd ist legendär.
Damals wie heute Grundlage: Passion und Eigeninitiative der Oldenburger Züchter. Stets gab es nur private Hengsthaltung, ein Landgestüt dagegen nie. 1924 wurde der „Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes“ mit dem Kernzuchtgebiet Niedersachsen und Ostholstein in seiner heutigen Form gegründet. Ihm gehören aktuell 5.800 aktive Züchter mit 7.500 eingetragen Stuten , jährlich 4.500 Fohlen und 320 zugelassene Zuchthengste auf 54 Deckstationen an.
Bis in die 50er Jahre hinein war der Oldenburger weltweit als kräftiger, edler Karossier ein begehrter Qualitätsbegriff. Trotz der relativ spät Mitte der 60er Jahre eingeleiteten Wende vom Wirtschafts- zum Sportpferd gehört das Oldenburger Pferd heute zu den erfolgreichsten Sportpferderassen rund um den Globus. Neben der rein privaten Hengsthaltung liegt das Oldenburger Erfolgsgeheimnis in der Pflege der Stutenstämme und der offenen und liberalen Zuchtpolitik. Die Nachkommen von Vererbern wie Donnerhall, Rubinstein und Sandro Hit sowie Landadel, Grannus, Akzent II, Argentinus und Landor S sind auf Championaten im In- und Ausland tonangebend.
Das Oldenburger Pferde Zentrum Vechta ist Verbands- und Vermarktungszentrale. Fünfmal im Jahr haben Interessenten aus aller Welt Gelegenheit, sich bei den Elite-Auktionen (April und Oktober), der Elite-Fohlenauktion (August) und den Spezial-Auktionen (Februar und Dezember) „ihren“ Oldenburger zu sichern. Versteigert werden Reitpferde, Fohlen, Zuchtstuten und Junghengste oberster Bonität.
Die Auktionen und alle weiteren Vermarktungsaktivitäten des Oldenburger Verbandes wie z.B. der Fohlenmarkt (August), die freien Verkaufstage (April, November) und der Freispringtag (Januar) werden zusammen mit denen des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg-International durchgeführt. Dieser 2001 gegründete Spartenzuchtverband widmet sich der Zucht von Spitzenspringpferden.
Beide Verbände kooperieren auch bei der Ende November in Vechta stattfindenden Körung mit Proklamation der jeweiligen Junghengstsieger und dem anschließenden Hengstmarkt. Die Oldenburger Hengst-Tage schließen mit der einzigartigen Althengstparade als Spiegel der gesamten Oldenburger Zucht ab.